Tennis Club Tulln
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Marathon-Finalspiele bei 65. Goldener Rose

Im Damenfinale standen sich die gebürtige Liechtensteinerin Sylvie Zünd und die Wienerin Marlies Szupper gegenüber. Im bisherigen Turnierverlauf zeigte Szupper starkes Tennis und konnte in der 1. Runde die Nr. 6 des Turniers und im ¼-Finale nach hartem Kampf die Nr. 1. – Alina Silich besiegen. Die 18-jährige Zünd wiederum gab bis zum Finale gerade einmal sechs Games ab.

Nach anfänglichem Abtasten machte die Liechtensteinerin 5 Games in Folge und gewann den ersten Satz mit 6:2. Einerseits, weil sie im Spiel gegen die druckvoller agierende Szupper immer wieder die besseren Antworten fand. Zum anderen, da die Wienerin auch laufend überpowerte. Über viel Kampf und weiterhin riskanten Schlägen konnte die 24-jährige Wienerin zunächst ein Break zum 2:1 ergattern, leistete sich ein weiteres Mal zu viele Fehler in Folge und stand bei 2:5 mit dem Rücken zur Wand. Diesmal gelang jedoch der Befreiungsschlag und Szupper schaffte mit beherzter Leistung den Satzausgleich. Doch im dritten Satz war die Gegenwehr dann endgültig gebrochen, den schwierigen Matches im Vorhinein und hohen Temperaturen auf dem Court musste die Wienerin schließlich Tribut zollen. Sylvie Zünd gewann schließlich mit 6:2, 5:7, 6:1 die Goldene Rose bei ihrem ersten Antritt.

Sedletzky dreht Partie im letzten Moment

Bei den Männern hingegen standen sich zwei für die Zuschauer alte Bekannte gegenüber. Adnan Al-Mahmoud gab sich schon mehrmals die Ehre, verlor auf dem Weg in sein erstes Endspiel in Tulln nur einen Satz – gegen Lokalmatador Vini Wutzl. Sein Gegner stand in seinem bereits fünften Finale auf dem Tullner Tenniscourt. Markus Sedletzky – Nummer eins des Turniers und Vorjahressieger – tat sich jedoch schwer gegen den gebürtigen Rumänen. Immer wieder fand Mahmoud gegen die druckvollen Aufschläge des St. Pöltners und das gute Winkelspiel gute Antworten. Das Tiebreak im ersten Satz entwickelte sich dann zu einer Nervenschlacht, in der Al-Mahmoud mit 10:8 die Oberhand behielt.

Im zweiten Satz hatte Sedletzky, so schien es, kaum mehr etwas entgegenzusetzen – die wichtigen Punkte machte weiterhin Al-Mahmoud. Beim Vorjahresfinalisten schlichen sich immer mehr Fehler ein, der Rumäne blieb im Gegenzug weiterhin hochkonzentriert. Bei 5:2 für Al-Mahmoud und Matchball donnerte Sedletzky einen 2. Aufschlag auf die Linie. Nach Abwehr zweier weiterer ging der zweite Satz (7:5) dann doch an den St. Pöltner. Dann ging alles furchtbar schnell. Al-Mahmoud verließen wie auch Szupper am Ende die Kräfte, beim Stand von 4:0 für Sedletzky gab der Rumäne schließlich auf. Zwei unglaubliche Matches über 6 Stunden später durften die Zuseher und Turnierleiter auf ein großartiges Turnier zurückblicken.

Bernhard Steinböck

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